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Jama Baredine: ein geführter Ausflug in Istriens Karst

Unter der grünen Landschaft bei Poreč öffnet die Jama Baredine den Blick auf eine andere Seite Istriens: Der geführte Weg führt unter die Erde, vorbei an Tropfsteinformen und hinab zu einem unterirdischen See. Der Besuch ist ein eigener Ausflug und nicht bloß ein kurzer Fotostopp – vor allem wegen der vielen Stufen. Wer das bei der Planung berücksichtigt, kann die Höhle gut mit einem Tag im nordwestlichen Hinterland verbinden.

Ein großer heller Stalagmit steht vor Tropfsteinen und einem dunklen unterirdischen Becken in der Höhle Baredine. Foto: Bernhard Wintersperger. CC BY 2.0 · Commons. Foto: Bernhard Wintersperger

Was Sie in der Höhle erwartet

Die Jama Baredine ist ein geschütztes geomorphologisches Naturdenkmal und seit 1995 für Besucher erschlossen. Der Rundgang führt durch fünf Säle auf einem etwa 300 Meter langen Weg. Dabei geht es bis zum unterirdischen See in etwa 60 Metern Tiefe; eine weitere tiefe Öffnung ist Teil der geologischen Erklärung, nicht des Besucherwegs. Ein besonderes Tier des dinarischen Karstes ist der Grottenolm, den Besucher auf der Führung sehen können. Die Höhlenwelt wirkt anders als die offenen Küstenlandschaften und bietet so einen deutlichen Kontrast zum Strandurlaub.

Der Betreiber gibt die Dauer der Führung mit ungefähr 40 Minuten an. Einzelbesucher werden in Gruppen eingeteilt; die Eintritte starten üblicherweise in Abständen von etwa einer halben Stunde, und ein Guide ist im Ticket enthalten. Deutsch gehört zu den angebotenen Führungssprachen. Die konkreten Zeiten und Verfügbarkeit sollten Sie am Besuchstag auf der Betreiberseite prüfen, besonders in der Saison oder bei ungünstigem Wetter, wenn mehr Gäste warten können.

270 Stufen: für wen der Ausflug passt

Die Beleuchtung, der angelegte Weg und feste Handläufe erleichtern die Orientierung, ändern aber nichts an der körperlichen Anforderung: Der Betreiber nennt 270 Treppenstufen; sie sind teils unregelmäßig in Form und Höhe. In der Höhle herrschen nach Angaben des Betreibers ungefähr 14 Grad Celsius. Eine leichte zusätzliche Schicht und griffiges Schuhwerk sind deshalb sinnvoll. Der Weg ist nicht für Kinderwagen geeignet; bei kleinen Kindern empfiehlt der Betreiber eine geeignete Trage. Auch bei gesundheitlichen Einschränkungen ist eine realistische Selbsteinschätzung wichtig: Personen mit Herz- oder Atembeschwerden wird der Besuch nicht empfohlen, für Rollstühle und schwere Behinderungen ist der Zugang nicht möglich.

Wer eine Höhle zum ersten Mal besucht, kann die wechselnde Perspektive als Teil des Erlebnisses betrachten: Oben bestimmt das Tageslicht die Landschaft, unter Tage lenken Gestein, Feuchtigkeit und Beleuchtung die Aufmerksamkeit auf Details, die an der Oberfläche verborgen bleiben. Die Baredine ist dafür ein überschaubarer, aber körperlich aktiver Besuch – kein barrierefreier Museumsrundgang.

Der Rundgang in der Jama Baredine findet in Begleitung eines Höhlenführers statt; eine selbstständige Erkundung ist nicht Teil des Besuchs. Deshalb lohnt es sich, den Ablauf nicht erst am Höhleneingang zu klären, sondern Ticket und Einlasszeit zusammen zu beachten. Einzelgäste werden zu Gruppen gebündelt und sollten sich an den angegebenen Eintrittstermin halten; so lässt sich der Besuch besser mit einer Mahlzeit oder einem anschließenden Ortsbummel verbinden, ohne eine feste Wartezeit zu unterstellen.

Fotografieren ist für den persönlichen Gebrauch ohne Blitz oder zusätzliche Beleuchtung gestattet; Veröffentlichungs- und Werbeaufnahmen sind davon nicht abgedeckt. Respekt für die Höhle gehört zum Erlebnis, denn ihre empfindlichen Formen sollen auch künftig erhalten bleiben.
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Besuch mit Umgebung kombinieren

Die Höhle liegt bei Nova Vas im Raum Poreč und eignet sich, wenn Sie einen halben Tag abseits des Wassers einplanen möchten. In Poreč können Sie den Ausflug mit Altstadt und Ufer verbinden; Višnjan und Tar-Vabriga bieten weitere Ortsbezüge in der Umgebung. Wer lieber mehrere Naturziele miteinander vergleicht, findet mit den Höhlen in Istrien, der Paziner Höhle, der Höhle Feštinsko kraljevstvo und der Romuald-Höhle unterschiedliche Ausflugsansätze. Sie sind nicht austauschbar; prüfen Sie jeweils die aktuelle Zugänglichkeit und das konkrete Besuchsformat.

Planen Sie den An- und Rückweg passend zu Ihrem Ausgangsort und vermeiden Sie, die Führung in einen zu engen Tagesablauf zu pressen. Die Istrien-Reiseplanung und die Ortsseiten zu Novigrad und Poreč helfen dabei, einen Höhlenbesuch mit Küste oder Stadt zu verbinden. Details wie Öffnungstage, Eintritt und eventuelle Gruppenregeln ändern sich; maßgeblich sind die jeweils aktuellen Angaben des Betreibers.

Weitere Hinweise zu Führung, Stufen, Temperatur und Kinderwagen finden Sie direkt bei Jama Baredine.