Žbandaj entdecken
Kultur und Geschichte
Wer die Ortsgeschichte über konkrete Bauzeugnisse liest, begegnet in Žbandaj der Pfarrkirche der heiligen Märtyrer Johannes und Paulus, einem klar benennbaren historischen Ort. Das Gotteshaus wurde 1595 auf dem Gelände eines früheren Sakralbaus errichtet, ein präziser Hinweis auf Baujahr und Vorgängerbau. Der 20 Meter hohe Glockenturm fügt der Kirche ein klar messbares bauliches Detail hinzu, das sich unmittelbar erfassen lässt. Als weiteres historisches Merkmal gehört das Weihwasserbecken von 1688 zu diesem Sakralbau; auch dieses Detail trägt eine eigene zeitliche Einordnung. Baujahr, Vorgängerbau, Turmhöhe und Weihwasserbecken verbinden sich dabei in einem einzigen Kirchenbau zu mehreren klar fassbaren Zeitschichten. Gerade die unterschiedlichen Jahresangaben machen die historische Entwicklung nicht nur über den Ortsnamen, sondern über konkrete Bestandteile des Sakralbaus nachvollziehbar. Die Kirche steht damit im Mittelpunkt der überlieferten Ortsgeschichte.
Die Gründungsgeschichte setzt bei Juraj Filipin an: Er gründete Žbandaj und kam aus Zemunik nahe Zadar. Mit ihm kamen 40 Familien, eine ausdrücklich bezifferte Gemeinschaft innerhalb der Entstehungsgeschichte des Ortes. Die Siedlung entstand auf dem Gelände eines verlassenen Dorfes. So bleibt neben dem Gründer und seiner Herkunft auch der konkrete Platz der Gründung erhalten. Die Herkunft aus Zemunik nahe Zadar und die Ankunft der 40 Familien gehören unmittelbar zur Erzählung über die Entstehung der Siedlung. Zugleich verweist der Platz des verlassenen Dorfes auf eine Besiedlungsgeschichte, die an einen bereits genutzten Ort anknüpft. Juraj Filipin, Zemunik und die 40 Familien geben dieser Geschichte ihre benannten Akteure und ihren zeitgeschichtlichen Rahmen.
Im umliegenden Gebiet
Im umliegenden Gebiet von Žbandaj liegt Dvigrad Castle, ein eigenständiger Ortsname innerhalb der regionalen Umgebung. Ebenfalls in diesem umliegenden Gebiet liegt Otočić Sveti Nikola. Otočić Veliki Školj und Otočić Fržital gehören ebenfalls zu den dort verorteten Zielen. Sveti Ivan sowie die Euphrasius-Basilika liegen gleichfalls im umliegenden Gebiet von Žbandaj.
Die genannten Ortsbezüge bleiben jeweils auf die Umgebung von Žbandaj bezogen und bilden keine Aussage über eine engere Entfernung oder eine bestimmte Wegstrecke. Für die regionale Betrachtung stehen sie als konkrete Namen neben der Ortsgeschichte und der Pfarrkirche.
Weiteres regionales Umfeld
Im weiteren regionalen Umfeld von Žbandaj liegt Škaraba. Ebenfalls in diesem weiteren regionalen Umfeld befindet sich Soardo-Bembo Palace. Die beiden Namen gehören damit zu einer größeren regionalen Einordnung als die zuvor genannten Ziele im umliegenden Gebiet.
Weitere Orte entdecken Sie hier: Tar, Nova Vas, Jehnići, Baderna, Gedići, Fuškulin, Kadumi, Perci.
Lage
Žbandaj liegt an Kroatiens D302 zwischen Poreč und Baderna. Die Straßenlage nennt damit sowohl die D302 als auch die beiden Orte, zwischen denen Žbandaj liegt. An dieser Stelle gibt es eine Kreuzung mit der Straße nach Sveti Lovreč Pazenatički. Die Ortslage ist dadurch mit drei benannten Verkehrsbezügen beschrieben: der D302, Poreč und Baderna sowie der abzweigenden Straße nach Sveti Lovreč Pazenatički. Neben der Kirchen- und Gründungsgeschichte gehört diese präzise Straßenlage zu den eigenständigen Merkmalen des Ortes.
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