Šćulci – Trüffel, Traditionen und der Blick auf Butoniga
Landschaft und Natur
Wenn Sie einen Blick auf ein Gewässer suchen, weist Šćulci von den Hängen der Vrhuvšćina zum Butoniga-Stausee. Der Abschnitt des Butoniga-Tals in der Motovunska šuma reicht von der Mündung der Mirna bis zum Weiler Šćulci. Der Weiler liegt unterhalb des Hügels Breg. Motovunska šuma ist Lebensraum für Trüffel. Dazu zählt der weiße Trüffel Tuber magnatum. Für das umliegende Gebiet besitzt die Motovunska šuma ästhetischen Wert. Ebenso hat sie für dieses Umfeld Erholungswert.
Der Stausee erscheint dabei als Blickziel von den Hängen der Vrhuvšćina, während der beschriebene Talabschnitt bis zur Mündung der Mirna und zum Weiler Šćulci reicht. Breg bezeichnet den Hügel, unterhalb dessen der Weiler liegt; die genannten Ortsbezüge beschreiben denselben Landschaftsraum aus verschiedenen Richtungen.
Kultur und Geschichte
Wer in der Umgebung nach konkreten historischen Spuren sucht, findet im nahen Vrh eine Pfarrkirche. Der Bau stammt aus dem Jahr 1231. An der Kirche befinden sich glagolitische Inschriften. Sie sind auf 1463 und 1552 datiert. Südlich von Vrh stehen die Ruinen der Kirche des heiligen Cyriacus. Von diesem Gotteshaus sind sichtbare Mauern erhalten. Auch eine Apsis ist sichtbar.
Die historischen Spuren verteilen sich damit auf die Pfarrkirche in Vrh und die südlich davon gelegenen Ruinen des heiligen Cyriacus. An der ersten Stelle stehen datierte Inschriften im Mittelpunkt; an der zweiten sind die erhaltenen Mauern und die Apsis die sichtbaren Bauteile.
Trüffel und regionale Küche
Das Trüffeljagd-Abenteuer der Familie Karlić umfasst eine Führung durch ein Trüffelmuseum. Die Jagd wird von einem lizenzierten Trüffelsucher begleitet. Ausgebildete Hunde gehören zur Suche. Lokaler Wein und hausgemachte Speisen gehören ebenfalls dazu. Nahe Šćulci umfasst eine Trüffelsuche den Besuch bei der Familie Karlić. Die Suche wird mit trainierten Hunden durchgeführt.
Weitere Orte
Weitere Orte auf dieser Übersicht sind Gornja Nugla, Forčići, Sveti Ivan, Sveti Donat, Marčenegla, Brnobići, Veli Mlun und Roc.
Handwerk, Feste und Bräuche
Wer sich für traditionelle Handwerke interessiert, findet in Šćulci das Korbflechten aus Weidenruten. Das beinahe vergessene Handwerk wird von einem der wenigen entsprechenden Handwerker in Istrien ausgeübt. Im Juni fand in Vrh die zwölfte Ausgabe des Festivals „Vrhuvšćina, mili kraj“ statt. Zu den Mitwirkenden zählten Musiker traditioneller Instrumente aus Šćulci. Plenke gehörten während des Karnevals zur lokalen Tradition von Šćulci. Sie bestehen aus frittiertem Brotteig und werden mit grobem Zucker bestäubt. Eine Frau macht in Vrh seit 54 Jahren Kroštule. Ursprünglich stammt sie aus dem nahen Šćulci.
Beim Handwerk steht mit den Weidenruten ein konkretes Material im Mittelpunkt. Die Fest- und Speisetraditionen sind mit unterschiedlichen Anlässen verbunden: Plenke gehören zum Karneval, das Festival „Vrhuvšćina, mili kraj“ findet im Juni statt, und die Kroštule aus Vrh tragen die persönliche Geschichte ihrer Herstellerin weiter.
Musiktraditionen
Die mit Šćulci verbundene Gunjci-Tradition verwendet Bass und Geige. Später kam eine kleine Klarinette zum Ensemble hinzu. Gunjci aus Šćulci spielten traditionell bei kirchlichen Feiern. Zu ihren Anlässen gehörten volkstümliche Feste. Sie traten auch bei Dorffesten auf. Ebenso spielten sie bei Šagres und Osmices.
Die Besetzung verbindet dabei den Klang von Bass und Geige mit der später hinzugekommenen kleinen Klarinette. Überliefert sind Auftritte bei kirchlichen Feiern, volkstümlichen Festen und Dorffesten ebenso wie bei Šagres und Osmices. Die Gunjci-Tradition ist dadurch mit mehreren benannten Formen des örtlichen Festlebens verbunden.
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